Was ist ein Trauma

Trauma - PTBS - Traumafolgestörung

 

 

Der Begriff des Traumas wird in den Medien strapaziert. Eine traumatisierende Situation betrifft einen Mensch ganz persönlich in seinem Innersten.

 

Wenn wir von Trauma sprechen, steht in der Regel das Ereignis, die erzählbare Geschichte, im Mittelpunkt. Vor allem aber ist ein Trauma ein Erlebnis, das dem Körper passiert ist und dort abgespeichert ist.

 

Klassifizierung nach ICD 10

 

Nach ICD 10 (International Classification of Diseases and Related Health Problems) ist ein Trauma ein „…kurzes oder lang anhaltendes Ereignis oder Erlebnis von außergewöhnlicher Bedrohung mit katastrophalem Ausmaß, das nahezu bei jedem Menschen tief greifende Verzweiflung auslösen würde.“

 

Arten der Traumatisierungen

 

Differenziert wird zwischen einer einmaligen traumatischen Erfahrung, die als Typ-I-Trauma bezeichnet wird, sowie einer lang anhaltenden Traumatisierung als Typ-II-Traumatisierung. Diese komplexe Traumatisierung (Typ II) unterscheidet sich in Zeitdauer, Schweregrad und den Auswirkungen auf die Persönlichkeit von der Typ-I-Traumatisierung.

 

Unter Typ-II-Traumatisierungen werden u. a. Geiseln, Kriegsgefangene, KZ-Überlebende oder Menschen, die psychische und/oder emotionale Gewalt in sexuellen oder familiären Beziehungen erlebt haben, z. B. von Familienangehörigen geschlagen, als Kinder physisch misshandelt oder sexuell missbraucht wurden oder von organisierten Banden sexuell ausgebeutet wurden.

 

Fand die traumatisierende Erfahrung sehr früh im Leben statt, spricht man von einem Bindungs- oder Entwicklungstrauma. Für ein Kind ist das Gefühl einer lebensbedrohlichen Situation noch einmal anders von Bedeutung als für einen Erwachsenen, und noch einmal mehr, wenn es von einer Bezugsperson ausging. Das kindliche Gehirn ist allein neurologisch noch weniger in der Lage, das Erlebte zu verarbeiten. Hinzu kommt ggf., dass das Kind in der Bindungsbeziehung lebt, und Täter und Bezugsperson in vielen Fällen dieselbe Person sind. Das Kind möchte die Beziehung „schützen“, weil der Täter seine Bezugsperson ist. Häufig werden hier erste Grundlagen für eine Dissoziation geschaffen, weil das Kind die Situation anders nicht aushalten konnte. Symptome können sich bis in das Erwachsenenalter durchziehen. Auch als erwachsener Mensch kann es dann schwierig sein, mit Stress und belastenden Situationen umzugehen, die objektiv gar nicht so "dramatisch" sind. 

 

Einige Autoren (u.a. Bessel van der Kolk) sprechen dann von Entwicklungstrauma, weil der Begriff der posttraumatischen Belastungsstörung die Komplexität der Symptome nicht umfassend erklärt und klassische Methoden der PTBS hier zu kurz greifen.

 

Konsequenzen – Folgen der Traumatisierung

 

Grundsätzlich und aufgrund des Ausmaßes eigentlich viel zu kurz gefasst, - wird ein Mensch durch eine traumatische Situation in seinem Wesen erschüttert. Dies betrifft Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen.

 

Die Reaktion des Körpers wird oft vernachlässigt. Vielleicht weil er nicht unbedingt äußerliche Schäden erlitten hat. Dennoch muss man sehen, dass der Mensch eine lebensbedrohliche Situation erlebt hat und die physiologischen Reaktionen im Gedächtnis bleiben, mehr oder weniger bewusst.

 

Traumatherapie

 

Ich habe mich daher in meiner Arbeit dafür entschieden, verschiedene Ansätze als Basis zu nutzen, um auf den drei Ebenen – Kopf, Herz und Bauch -  arbeiten zu können. 

 

Ansätze, mit denen ich gute Erfahrungen in der Traumatherapie gemacht habe, sind

 

  •  EMDR
  •  Yogatherapie
  •  Schematherapie
  • Ego States / Teiletherapie
  • Hypnose
  • Arbeit mit dem inneren Kind

 

  

 

in Kürze weitere Artikel zu

 

--> Polyvagaltheorie,

 

--> spezielle Traumatherapie mit Yoga und Pranayama,

 

--> Gehirnstrukturen und neuronale Verarbeitung einer traumatisch erlebten Situation