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PTBS steht für Posttraumatische Belastungsstörung. Gemeint ist damit eine mögliche psychische und/oder auch körperliche Reaktion auf traumatische Erfahrungen, die auch dann noch deutlich nachwirken, wenn die ursprüngliche Situation längst vorbei ist. Typisch für eine PTBS ist, dass das Erlebte innerlich nicht gut verarbeitet ist (dysfunkational), sondern sich weiterhin in Form von Wiedererleben, Triggerreaktionen, Vermeidung, erhöhter Wachsamkeit, Schlafproblemen oder startker innerer Anspannung bermerkbar machen kann.
Nicht jedes Negativerlebnis führt zu einer PTBS, es hängt von der jeweiligen Verarbeitung der betroffenen Person ab, ob die Erfahrung "gut" verarbeitet werden konnte oder eben nicht gut verarbeitet wurde und dann negativ nachwirkt. Es geht also um eine sehr persönliche subjektive Erfahrung.
Wichtig ist auch zu wissen, dass eine PTBS nicht nur bei offensichtlichen Katastrophen wie Erdbeben oder extremen Gewalterfahrungen vorkommt. Entscheidend ist nicht allein das Ereignis selbst, sondern auch, wie überwältigend, bedrohlich, ohnmächtig machend oder unkontrollierbar eine Situation erlebt wurde und wie das Nervensystem darauf reagiert hat.
Für manche Menschen stehen vor allem Flashbacks oder Albträume im Vordergrund, andere erleben eher SChreckhaftigkeit, Vermeidung, Reizbarkeit, innere Unruhe oder das Gefähl, ständig auf der Hut zu sein.
Diese Seite erklärt, was eine PTBS ist, welche Symptome aufterten können ebenso wie Trigger, Wiedererleben, Vermeidung und Reaktionen im Nervensystem zusammen hängen und worin der Unterschied zwischen Trauma, PTBS und komplexer PTBS liegt.
Eine posttraumatische Belastungsstörung ist eine mögliche Folge einer traumatisch erlebten Erfahrung. Gemeint ist damit nicht einfach, dass ein Ereignis sehr belastend war, sondern dass die psychische und körperliche Verarbeitung der Erfahrung auch danach noch stark beeinträchtigt bleibt. Das Erlebte ist dann innerlich nicht wirklich "vorbei", sondern kann sich immer wieder in Form von Errinnerungsfragmenten, Triggerreaktionen, Alarmzuständefn oder Vermeidungsverhalten zeigen. Auch Umgang mit Beziehungen fällt oft schwer (Vermeidung, Unterwerfung, Beziehungsunfähigkeit, Bindungsunfähigkeit..) .
PTBS ist deshalb keine Frage von mangelnder Belastbarkeit und auch kein Zeichen dafür, dass jemand "nicht loslassen" kann. Vielmehr handelt es sich um eine nachvollziehbare Reaktion auf überwältigende Erfahrungen, bei der das Schutz- und Stresssystem des Organismus in gewisser Weise auf Bedrohung eingestellt bleibt. Das Nervensystem reagiert dann auch im Heute häufig so, als müsse es sich weiterhin schützen - selbst wenn die ursprüngliche Gefahr objektiv nicht mehr besteht.
Häufig ist es so, dass Menschen mit PTBS nicht nur unter Erinnerungen leiden, sondern oft auch unter dem, was diese Erinnerungen im Alltag auslösen: starke Anspannung, Vermeidung, Schreckhaftigkeit, Schlafprobleme, Rückzug, Reizbarkeit doer das Gefühl, bestimmten Situationen oder Menschen nicht mehr unbeschwert begegnen zu können.
Nicht jede belastende Erfahrung führt zu einer Traumafolgestörung. Gleichzeitig können anhaltende Übererregung, innere Unruhe, Vermeidung, Erschöpfung oder das Gefühl, nicht mehr richtig bei sich zu sein, Hinweise darauf sein, dass ein Erlebnis weiterhin nachwirkt. Wenn Sie klären möchten, ob traumatherapeutische Begleitung in Ihrer Situation sinnvoll sein könnte, finden Sie hier weitere Informationen zu meinem Angebot.
Mehr zur TraumatherapieDie Symptome einer PTBS können unterschiedlicher Art sein und auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Nicht jede betroffene Person erlebt alle Beschwerden in gleicher Form. Trotzdem gibt es immer wieder Muster, die für das Verständnis wichtig sind. Im Zentrum stehen meist Wiedererleben, Vermeidung und eine anhaltende Übererregung bzw. erhöhte Wachsamkeit. Dazu kommen oft Veränderungen im Sicherheitsgefühl, in der Stimmung, im Körpererleben oder im Alltag.
Gerade weil sich PTBS nicht nur in "dramatischen Flashbacks" zeigt, sondern auch in subtileren Belastungsreaktionen, wird sie oft erst spät erkannt. Betroffene Menschen erleben sich oft über lange Zeit als erschöpft, reizbarm schreckhaft, innerlich angespannt oder sozial zurück gezogen, ohne die Verbindung zur traumatischen Erfharung klar zu sehen. Auch körperliche Symptome - Schmerzen, Übelkeit z. B. - , für die keine organische Ursache gefunden wird, können Ausprägungen einer Traumaerfahrung sein.
Wiedererleben bedeutet, dass sich Aspekte der traumatischen Erfahrung innerlich aufdrängen, obwohl man das nicht will. Das können belastende Erinnerungen, Bilder, Albträume oder intensiv emotionale und körperliche Reaktionen sein. Manche Menschen erleben die sog. Flashbacks, in denen sie sich für Momente so fühlen, als seien sie wieder mitten in der damaligen Situation. Bei anderen zeigt sich das Wiedererleben subtiler - etwa als plötzliches Hochfahren, starke Angst, Scham, Panik oder das Gefühl, von einem Reiz völlig überrollt zu werden.
Wichtig ist: Wiedererleben ist nicht einfach "an etwas denken". Es geht eher darum, dass das Erlebte innerlich nicht als vergangen abgespeichert ist, sondern sich im Erleben teilweise so meldet, als wäre die Gefahr gegenwärtig.
Ein weiter Kernbereich der PTBS ist Vermeidung. Das Nervensystem versucht verständlicherweise, alles zu meiden, was an die traumatische Erfahrung erinnern oder starke Reaktionen ausläsen könnte. Vermeidung kann sehr offensichtlich sein - etwa wenn bestimmte Orte, Gespräche, Menschen oder Situationen gemieden werden. Sie kann aber auch subtiler auftreten, zum Beispiel durch emotionalen Rückzug, innere Distanzierung bis hin zur Dissoziation, das Unterdrücken von Erinnerungen oder den Versuch, sich ständig abzulenken.
Kurzfristig kann Vermeidung (vermeintlich) entlasten. Langfristig kann sie jedoch dazu beitragen, dass das Erlebte innerlich unberührt bleibt und sich der eigene Lebensraum zunehmend verengt. Viele Menschen merken dann, dass nicht nur die Erinnerung belastet, sondern auch die Anpassung an die Symptome selbst.
Menschen mit PTBS erleben häufig ihr System als dauerhaft angespannt. Sie erschrecken schnell, sind innerlich auf der Hut, schlafen schlecht, reagieren gereizt oder es fällt schwer bis unmöglich, auch nach "normaler" alltäglichen Belastung wieder herunter zu fahren. Das kann sich anfühlen, als würde der Körper ständig nach Gefahr scannen. Diese Form von Übererregung oder Hypervigilanz ist kein zufall, sondern Teil der empfundenen Schutzlosigkeit des Nervensystems.
Häufige Symptome auf einen Blick:
PTBS wirkt oft nicht nur in klar benennbaren Symptomen, sondern auch im gesamten Lebensgefühl. Betroffene Personen fühlen sich seit dem belastenden Ereignis dauerhaft unsicher, entfremdet oder innerlich verändert. Freude, Leichtigkeit oder Vertrauen können schwerer zugänglich sein. Hinzu kommen manchmal Schuldgefühle, Scham, Rückzug, Hoffnungslosigkeit oder das Gefühl, "nicht mehr die Person von vorher" zu sein.
Auch Beziehungen, Arbeit und Alltag können beeinträchtigt sein. Wenn das Nervensystem viel Energir in Alarm, Vermeidung oder Stbilisierung bindet, bleibt oft weniger Kraft für Konzentration, Nähe, spontane Lebensgestaltung oder Regeneration.
PTBS wird häufig vor allem über Erinnerungen erkärt - etwa über Flashbacks oder Albträume. Das ist wichtig, greift aber allein zu kurz. Denn eine PTBS betrifft in vielen Fällen auch das Nervensystem, also die Weise, wie der Organismus Gefahr wahrnimmt, Schutz organisiert und nach Belastung wieder in Regulation zurück findet. Wenn eine traumatische Erfahrung das System massiv überfordert hat, aknn die innere Alarmbereitschaft auch danach bestehen bleiben.
Das erklärt, warum Menschen mit PTBS oft nicht nur unter Erinnerungsbildern leiden, sondern auch unter körpernahen Reaktionen: Herzklopfen, Anspannung, Schreckhaftigkeit, Schlafproblemen, Unruhe, schneller Überforderung oder dem Gefühl, sich nicht sicher entspannen zu können. Viele geraten in Übererregund und Alarmzustände. Andere erleben zusätzlich Phasen von Rückzug, emotionaler Taubheit oder Abschaltung. Welche Muster im Vordergrund stehen, kann individuell sehr unterschiedlich sein.
Gerade deshalb ist es hilfreich, PTBS nicht nur als "Gedächtnisproblem", sondern als Zusammenspiel von Erinnerung, Triggern, Schutzreaktionen, Stressverarbeitung und Regulation des Nervensystems zu verstehen.
Ein zentrales Merkmal der posttraumatischen Belastungsstörung ist, dass das System auf bestimmte Reize ungewähnlich stark reagieren kann. Solche Reize werden oft als Trigger bezeichnet. Das können Geräusche, Gerüche, Orte, bestimmte Jahrestage, Körperempfindungen, Situationen, Beziehungsdynamiken oder emotionale Zustände sein. Der gemeinsame Nenner ist, dass sie das Nervensystem - bewusst oder unbewusst - an die traumatische Ereignis erinnern.
Trigger müssen nicht logisch oder "vernünftig" wirken. Häufig versteht der Kopf erst später, warum der Körper und das emtionale System gerade so stark reagieren. Oft erleben die Betroffenen dann plötzlich Panik, innere Enge, Herzrasen, zittern, intensive Scham, Wut, Rückzug oder das Gefühl, sofort weg zu müssen. Andere reagieren eher mit innerer Leere, Benommenheit oder Abschaltung. Aus fachlicher Sicht ist das keine Übertriebung, sondern eine reaktivierte Schutzreaktion.
Wichtig ist, dass für die betroffenen Personen dieses als Schutzreaktion erkannt wird und dass sie auch wieder anderes Erleben erfahren, um den Alltag und Beziehungen wieder besser gestalten und erleben zu können.
Deshalb ist die Frage bei PTBS oft nicht nur: Was ist damals passiert?
Sondern auch: Was bringt mein System heute immer wieder in Alarm?
Auf der Seite Trigger & Nervensystem erhalten Sie hier weitere Informationen
Manche Reaktionen zeigen sich erst mit Abstand zu einem belastenden Erlebnis oder lassen sich zunächst nicht eindeutig einordnen. Anhaltende Anspannung, innere Unruhe, Rückzug, Schlafprobleme, starke Wachsamkeit oder das Gefühl, im Alltag immer wieder an Grenzen zu geraten, können Hinweise darauf sein, dass frühere oder aktuelle Erfahrungen noch nachwirken. Wenn Sie Ihre Situation genauer verstehen und in einem geschützten Rahmen betrachten möchten, kann eine traumatherapeutische Begleitung sinnvoll sein.
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Nähe kann gleichzeitig ersehnt und gefürchtet werden. Vertrauen fällt schwer, Konflikte aktivieren starke Reaktionen, Rückzug oder Anpassung werden zu Schutzstrategien. Gerade hier überschneiden sich Traumafolgen mit Bindung, Bindungsmuster, Beziehung, Nähe und Distanz sowie Partnerschaft.
Ein dauerhaft aktiviertes oder dysreguliertes Nervensystem kostet Kraft. Häufig erleben Menschen deshalb neben Angst und ÜBererregung auch starke Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder körperliche Beschwerden ohne klaren organischen Befund.
Nicht jede dieser Reaktionen bedeutet automatisch eine Traumafolgestörung. Gleichzeitig ist es sinnvoll, genauer hinzuschauen, wenn sich solche Muster wiederholen, chronifizieren oder sich mit belastenden Erfahrungen verbinden lassen.
Differenziert wird zwischen einer einmaligen traumatischen Erfahrung, die als Typ-I-Trauma bezeichnet wird, sowie einer langanhaltenden Traumatisierung als Typ-II-Traumatisierung. Diese komplexe Traumatisierung (Typ II) unterscheidet sich in Zeitdauer, Schweregrad und den Auswirkungen auf die Persönlichkeit von der Typ-I-Traumatisierung.
Unter Typ-II-Traumatisierungen werden u. a. Geiseln, Kriegsgefangene, KZ-Überlebende oder Menschen, die psychische und/oder emotionale Gewalt in sexuellen oder familiären Beziehungen erlebt haben, z. B. von Familienangehörigen geschlagen, als Kinder physisch oder psychisch misshandelt, seelisch vernachlässigt oder sexuell missbraucht worden oder von organisierten Banden ausgebeutet wurden.
Fand die traumatisierende Erfahrung sehr früh im Leben statt, spricht man von einem Bindungs- und Entwicklungstrauma. Für ein Kind ist das Gefühl einer lebensbedrohlichen Situation noch einmal anders von Bedeutung als für einen Erwachsenen, und noch einmal mehr, wenn es von einer Bezugsperson ausging. Das kindliche Gehirn ist allein neurologisch noch weniger in der Lage, das Erlebnis zu verarbeiten. Hinzu kommt ggf., dass das Kind in der Bindungsbeziehung lebt, und Täter und Bezugsperson in vielen Fällen dieselbe Person sind. Das Kind möchte die Beziehung "schützen", weil der Täter seine Bezugsperson ist. Häufig werden hier erste Grundlagen für eine Dissoziation geschaffen, weil das Kind die Situation anders nicht aushalten konnte. Symptome können sich bis in das Erwachsenenalter durchziehen. Auch als erwachsener Mensch kann es dann schwierig sein, mit Stress und belastenden Situationen umzugehen, die objekitv gar nicht "so dramatisch" sind.
Einige Autoren (u. a. Bessel van der Kolk) sprechen dann von Entwicklungstrauma, weil der Begriff der posttraumatischen Belastungsstörung die Komplexität der Symptome nicht umfassend erklärt und klassische Methoden der PTBS hier zu kurz greifen.
Grundsätzlich und aufgrund des Ausmaßes eigentlich viel zu kurz gefasst, - wird ein Mensch durch eine Traumatisierung in seinem Wesen erschüttert. Dies betrifft Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen.
Die Reaktion des Körpers wird oft vernachlässigt. Vielleicht weil er nicht unbedingt äußerlich Schaden erlitten hat. Dennoch muss man sehen, dass der Mensch eine lebensbedrohliche Situation erlebt hat und die physiologischen Reaktionen im Gedächtnis bleiben, mehr oder weniger bewusst.
Traumafolgen betreffen oft mehrere Ebenen gleichzeitig - das Nervensystem (Sympathikus, Parasympathikus), Körper, Gefühle, Selbstbild, Beziehungen, Schutzmuster, manchmal auch Erinnerungen und Sprache. Deshalb geht es in der therapeutischen Arbeit meist nicht nur darum, "über das Erleben zu sprechen". Häufig stehen zunächst Verstehen, Stabilisierung, Sicherheit, Selbstregulation und ein behutsamer Umgang mit dem, was das System "gelernt" hat, im Vordergrund.
Je nach Situation kann therapeutisch u. a. wichtig sein:
Dabei gibt es nicht den einen Weg für alle. Einige Betroffene brauchen vor allem Orientierung und Stabilisierung, andere möchten ihre Symptomatik diagnostisch besser verstehen, wieder andere wollen tiefer an chronischen Bezeihungs- und/ oder Traumadynamiken arbeiten. Entscheidend ist, dass die Unterstützung zum tatsächlichen Belastungsbild, zu Ihrem Erleben, passt - und nicht nur zu einem einzelnen Begriff.
Wenn Sie sich in Themen wie Trauma, chronischer Anspannung, Triggern, Dissoziation, Bindungsunsicherheit, Beziehungsunsicherheit oder komplexen Traumafolgen wiederfinden, kann es sinnvoll sein, dies in einem professionellen Rahmen genauer einzuordnen. Im Zentrum steht dann nicht nur die Frage nach einer Diagnose, sondern auch die Frage, welche Schutzmuster entstanden sind, wie ihr Nervensystem heute reagiert und was Ihnen helfen kann, wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum zu gewinnen.
Ich habe mich in meiner Arbeit dafür entschieden, verschiedene Ansätze als Basis zu nutzen, um auf allen drei Ebenen - Kopf, Herz und Bauch - arbeiten zu können, körperlich, emotional und mental.
Ansätze, mit denen ich gute Erfahrungen in der Traumatherapie gemacht habe, sind
Ein Trauma ist ein Erlebnis von außergewöhnlicher Bedrohung, welches noch nach Jahren körperliche und seelische Symptome hinterlässt. Das Trauma kann in der Kindheit oder auch als Erwachsener erlebt worden sein. Unterschieden wird zwischen Typ-I und Typ II (komplexe Traumatisierung) Traumatisierung, welche sich in Zeitdauer, Schweregrad und Auswirkungen auf die Person unterscheiden. Wurde das Trauma in der Kindheit erlebt, spricht man von Bindungs- und Entwicklungstrauma (Bessel van der Kolk). - Ich arbeite in der Traumatherapie auf drei Ebenen - emotional, kognitiv/mental und körperlich. Hierzu nutze ich EMDR, Yogatherapie, insb. Pranayama, Schematherapie, Ego States/Teiletherapie, Hypnotherapie und die Arbeit mit dem inneren Kind.
Wenn Sie sich in Beschreibungen wie chronischer Alarmbereitschaft, Triggern, Dissoziation, Scham, Beziehungsunsicherheit oder tiefer Erschöpfung nach belastenden Erfahrungen wiedererkennen, kann es hilfreich sein, diese Dynamiken nicht allein tragen zu müssen.
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in Kürze mehr zu
Traumatische Erfahrungen können dazu führen, dass das Nervensystem dauerhaft sensibler auf Situationen reagiert. Es kann schneller in Alarm gehen, sich schlechter beruhigen oder sich eher über Rückzug, Taubheit oder Abschalten schützen. Dadurch entstehen oft Sypmtome wie Übererregung, Schlafprobleme, Triggerreaktionen, Dissoziationen oder chronische Unsicherheit.
Mögliche Hinweise sind starke Schreckhaftigkeit, innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafprobleme, körperliche Anspannung, plötzliches Wegdriften emotionale Taubheit, starke Triggerreaktionen oder das Gefühl, nie wirklich sicher zu sein. Solche Reaktionen können, müssen aber nicht, traumabezogen sein und sollten immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden.
Nicht nur. Auch wenn einzelne schwere Ereignisse traumatisch sein können, spielen in der Praxis häufig wiederholte, langanhaltende oder frühe Belastungen eine große Rolle - etwa Gewalt, Vernachlässigung, chronische Unsicherheit oder belastende Beziehungserfahrungen.
Trauma ist der übergeordnete Begriff für überwältigende Erfahrungen und mögliche Folgen aus dieser Erfahrung bzw. dysfunktional verarbeitete Erfahrungen. PTBS ist eine konkrete diagnostische Traumafolgestörung im ICD 10 (F43.1) mit typischen Symptomen wie Wiedererleben, Vermeidung und Übererregung
Komplexe PTBS beschreibt langanhaltende und tiefgreifende Traumafolgen, die über die klassische PTBS hinausgehen. Häufig gehören dazu Probleme wie Emotionsregulation, Scham, Gefühl von Schuld, Selbstbild, Probleme in Beziehungen, chronische Unsicherheit oder innerer Entfremdung.
Trigger sind Reize oder Situationen, die das Nervensystem an frühe Gefahr erinnern und starke Reaktionen auslösen - zum Beispiel Alarm, Wut Panik, Wut, Rückzug, Erstarrung oder Dissoziation.
Dissoziation ist eine Schutzreaktion, bei der sich Menschen innerlich von Gefühlen, Körperempfindungen, Erinnerungen oder der Umgebund distanzieren. Das kann sich wie Taubheit, Wegdriften, Unwirklichkeit oder ein "Nicht-ganz-da-sein" anfühlen.
Wenn belastende Erfahrungen in frühen oder wichtigen Beziehungen stattfanden, kann das nicht nur das Sicherheitsgefühl, sondern auch das Bindungsmuster, Selbstwert, Emotionsregulation und Beziehungsfähigkeit prägen. Dann überschneiden sich Traumafolgen häufig mit Bindungsthemen.
Ja. Traumainformierte therapeutische Arbeit kann helfen, Symptome einzuordnen, das Nervensystem besser zu verstehen, Trigger und Schutzmuster zu erkennen, Sicherheit aufzubauen und belastende Erfahrungen behutsam zu verarbeiten und zu integrieren, je nach erlebter Symptomatik sich wieder mit sich verbunden zu fühlen, Unruhe zu regulieren oder aus Erstarrung herauszufinden.
Heilpraktikerin für Psychotherapie inSpenge, Bielefeld und online. Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz, psychologische Beratung, Resilienz, Stressbewältigung, Burnoutprävention, Paartherapie und Traumatherapie.
Claudia Frenz
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Yoga- und Meditationslehrerin
Traumatherapeutin
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