Trauma & Nervensystem

 

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Trauma und Nervensystem hängen enger zusammen, als es auf den ersten Blick oft wirkt. Traumatische Erfahrungen hinterlassen ihre Spuren nicht nur in Erinnerungen oder Gedanken, sondern häufig auch im Körper, in der Emotionsregulation, im Sicherheitsempfinden, im Beziehungsverhalten und in der Art, wie ein Mensch auf Belastungen reagiert. 

 

Wer nach Trauma, Traumafolgen, PTBS, komplexer PTBS, Trigger, Dissoziation oder nach dem Zusammenhang von Trauma und Nervensystem sucht, versucht oft etwas zu verstehen, das sich im Alltag sehr konkret zeigt: plötzliche Übererregung, innere Unruhe, Rückzug, Erstarrung, emotionale Taubheit, Scham, Schlafprobleme, Beziehungsunsicherheit oder das Gefühl, ständig "auf Empfang" zu sein. 

 

Auf dieser Seite erhalten Sie eine zentrale Übersicht über den Bereich Trauma & Nervensystem. Sie erklärt, wie traumatische Erfahrungen das Nervensystem prägen können, welche Formen von Traumafolgen es gibt und wo Sie tiefere Informationen zu bestimmten Aspekten erhalten. 

Trauma und Nervensystem: Warum dieser Zusammenhang so wichtig ist

Wenn Menschen an Traum adenken, denken sie häufig zuerst an belastende Erinnerungen, Flashbacks oder starke Angst. Das gehört dazu, greift aber oft zu kurz. Traumatische Erfahrungen betreffen nicht nur das bewusste Erinnern, sondern häufig das gesamte System, das für Sicherheit, Orientierung, Alarm, Rückzug, Kontakt und Selbstregulation zuständig ist. Genau deshalb ist das Nervensystem für das Verständnis von Traumafolgen so zentral. 

 

Ein Trauma kann dazu führen, dass der innere Alarm dauerhaft schneller anspringt, dass das Gefühl von Sicherheit brüchig wird oder dass der Körper noch lange auf Bedrohung reagiert, obwohl die Situation längst vorbei ist. Manche Menschen erleben dann vor allem Anspannung, Wachsamkeit und Übererregung. Andere geraten eher in Rückzug, Erschöpfung, emotionale Taubheit oder Dissoziation. Wieder andere pendeln zwischen beiden Zuständen. Was nach außen wie "überempfindlich", "unverständlich" oder "übertrieben" wirken kann, ist oft der Ausdruck eines Nervensystems, das gelernt hat, unter oher Belastung zu überleben. 

 

Das ist ein entscheidender Perspektivwechsel. Symptome erscheinen dann nicht mehr als isolierte Störung, sondern als Schutz- und Überlebensreaktionen, die einmal sinnvoll waren oder zumindest notwendig wurden. Wer Trauma verstehen will, kommt deshalb kaum daran vorbei, auch das Nervensystem mitzudenken: nicht als Modebegriff, sondern als konkrete Ebene, auf der sich Traumafolgen zeigen. Auch der Körper spielt eine entscheidende Rolle. 

Was unter einem Trauma zu verstehen ist

Der Begriff Trauma wird im Alltag sehr unterschiedlich verwendet. Klinisch geht es zunächst um Erfahrungen, die so überwältigend, bedrohlich, schmerzhaft oder schutzlos machen, dass sie die vorhandenen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigen. Dazu können einmalige Ereignisse gehören, aber auch wiederholte oder langanhaltende Belastungen. 

 

Zu traumatischen Erfahrungen können zum Beispiel gehören:

  • Gewalt, Übergriffe oder Misshandlung
  • Unfälle oder medizinische Notfälle
  • Krieg, Flucht oder existenzielle Bedrohung
  • schwere Verluste unter belastenden Umständen
  • chronische Vernachlässigung oder emotionale Gewalt
  • wiederholte Demütigung, Ohnmacht oder massive Unsicherheit in engen Beziehungen

Dabei ist Trauma nicht nur eine Frage des Ereignissesn, sondern auch des Kontaxtes. Entscheidend ist unter anderem: 

 

Arten der Traumatisierungen

Typ I-Traumatisierung - TYP II-Traumatisierung

Differenziert wird zwischen einer einmaligen traumatischen Erfahrung, die als Typ-I-Trauma bezeichnet wird, sowie einer langanhaltenden Traumatisierung als Typ-II-Traumatisierung. Diese komplexe Traumatisierung (Typ II) unterscheidet sich in Zeitdauer, Schweregrad und den Auswirkungen auf die Persönlichkeit von der Typ-I-Traumatisierung. 

 

Unter Typ-II-Traumatisierungen werden u. a. Geiseln, Kriegsgefangene, KZ-Überlebende oder Menschen, die psychische und/oder emotionale Gewalt in sexuellen oder familiären Beziehungen erlebt haben, z. B. von Familienangehörigen geschlagen, als Kinder physisch oder psychisch misshandelt, seelisch vernachlässigt oder sexuell missbraucht worden oder von organisierten Banden ausgebeutet wurden. 

Bindungs- und Entwicklungstrauma

Fand die traumatisierende Erfahrung sehr früh im Leben statt, spricht man von einem Bindungs- und Entwicklungstrauma. Für ein Kind ist das Gefühl einer lebensbedrohlichen Situation noch einmal anders von Bedeutung als für einen Erwachsenen, und noch einmal mehr, wenn es von einer Bezugsperson ausging. Das kindliche Gehirn ist allein neurologisch noch weniger in der Lage, das Erlebnis zu verarbeiten. Hinzu kommt ggf., dass das Kind in der Bindungsbeziehung lebt, und Täter und Bezugsperson in vielen Fällen dieselbe Person sind. Das Kind möchte die Beziehung "schützen", weil der Täter seine Bezugsperson ist. Häufig werden hier erste Grundlagen für eine Dissoziation geschaffen, weil das Kind die Situation anders nicht aushalten konnte. Symptome können sich bis in das Erwachsenenalter durchziehen. Auch als erwachsener Mensch kann es dann schwierig sein, mit Stress und belastenden Situationen umzugehen, die objekitv gar nicht "so dramatisch" sind. 

 

Einige Autoren (u. a. Bessel van der Kolk) sprechen dann von Entwicklungstrauma, weil der Begriff der posttraumatischen Belastungsstörung die Komplexität der Symptome nicht umfassend erklärt und klassische Methoden der PTBS hier zu kurz greifen. 

Konsequenzen - Folgen der Traumatisierung

Grundsätzlich und aufgrund des Ausmaßes eigentlich viel zu kurz gefasst, - wird ein Mensch durch eine Traumatisierung in seinem Wesen erschüttert. Dies betrifft Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen. 

 

Die Reaktion des Körpers wird oft vernachlässigt. Vielleicht weil er nicht unbedingt äußerlich Schaden erlitten hat. Dennoch muss man sehen, dass der Mensch eine lebensbedrohliche Situation erlebt hat und die physiologischen Reaktionen im Gedächtnis bleiben, mehr oder weniger bewusst. 

Traumatherapie

Ich habe mich in meiner Arbeit dafür entschieden, verschiedene Ansätze als Basis zu nutzen, um auf allen drei Ebenen - Kopf, Herz und Bauch - arbeiten zu können, körperlich, emotional und mental. 

 

Ansätze, mit denen ich gute Erfahrungen in der Traumatherapie gemacht habe, sind

Ein Trauma ist ein Erlebnis von außergewöhnlicher Bedrohung, welches noch nach Jahren körperliche und seelische Symptome hinterlässt. Das Trauma kann in der Kindheit oder auch als Erwachsener erlebt worden sein. Unterschieden wird zwischen Typ-I und Typ II (komplexe Traumatisierung) Traumatisierung, welche sich in Zeitdauer, Schweregrad und Auswirkungen auf die Person unterscheiden. Wurde das Trauma in der Kindheit erlebt, spricht man von Bindungs- und Entwicklungstrauma (Bessel van der Kolk).  - Ich arbeite in der Traumatherapie auf drei Ebenen - emotional, kognitiv/mental und körperlich.  Hierzu nutze ich EMDR, Yogatherapie, insb. Pranayama, Schematherapie, Ego States/Teiletherapie, Hypnotherapie und die Arbeit mit dem inneren Kind. 

in Kürze mehr zu 

 

  • Polyvagaltheorie
  • spezielle Traumatherapie mit Yoga und Pranayama
  • Gehirnstrukturen und neuronale Verarbeitung einer traumatisch erlebten Situation