"Jede unserer Einstellungen kann uns Probleme

bereiten oder aber dazu beitragen, 

dass wir glücklicher werden. "

- Yoga-Sutra 1.5 -

Burnout | Burnoutsyndrom

- Ursachen, Symptome und Wege zur Veränderung -

Einzeltherapie - Ihre persönliche Begleitung für mehr Klarheit und innere Stärke

Burnou beschreibt einen Zustand umfassender körperlicher, emotionaler und mentaler Erschöpfung, der sich häufig über einen längeren Zeitraum entwickelt. Der Begriff Burnout steht heute insbesondere im Zusammenhang mit chronischer beruflicher Belastung und beschreibt nach der Einordnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein arbeitsbezogenes Phänomen. 

 

In meiner Arbeit geht es neben beruflichen Themen auch über private persönliche Themen, die durchaus auch in eine Erschöpfung führen können. 

 

Eine Entwicklung hin zu Burnout entsteht selten durch einen einzelnen Auslöser. Häufig wirken verschiedene Faktoren zusammen: hohe Anforderungen, fehlende Regeneration, persönliche Bewertungsmuster und individuelle Strategien im Umgang mit Belastung. 

 

Gerade Menschen mit hoher Verantwortung - z. B. Führungskräfte, Geschäftsführer:innen, Unternehmer:innen oder Selbständige - verfügen häufig über ausgeprägte Leistungsfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft. Gleichzeitig kann es dadurch schwieriger werden, eigene Belastungsfrenzen rechtzeitig wahrzunehmen. Und ihnen dann auch noch Raum zu geben...

 

Auf dieser Seite erfahren Sie, was Burnout bedeutet, wie Erschöpfungsprozesse entstehen und welche Rolle persönliche Muster, innere Antreiber und frühere Erfahrungen dabei spielen. 


Was ist Burnout?

Burnout - häufig auch Burnoutsyndrom genannt - bezeichnet einen Zustand ausgeprägter Erschöpfung, der im Zusammenhang mit länger anhaltender beruflicher Belastung entstehen kann

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ordnet Burnout in der ICD-11 als berufsbezogenes Phänomen ein. Burnout wird dort nicht als eigenständige psychische Erkrankung beschrieben, sondern als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werden konnte. 

 

In wissenschaftlichen Beschreibungen werden insbesondere drei Bereiche häufig genannt: 

  • emotionale Erschöpfung
  • zunehmende Distanzierung gegenüber der Arbeit oder beruflichen Rolle
  • subjektiv verringerte Leistungsfähigkeit

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer vorübergehenden Erschöpfung nach einer belastenden Phase und eine, längerfristigen Erschöpfungsprozess. Bei Burnout verändert sich häufig die Fähigkeit zur Erholung: Belastung wird nicht mehr ausreichend ausgeglichen, und bisher hilfreiche Bewältigungsstrategien reichen zuehmend weniger aus. 

 

Möchten Sie Ihre persönliche Situation besser verstehen?

Ein erstes Gespräch kann dabei helfen, Ihre aktuelle Situation einzuordnen und mögliche nächste Schritte zu betrachten. 

 

Für Fragen setze Sie sich gerne vorab mit mir in Verbindung

unter Kontakt oder

weiter unten auf der Seite über die buttons  oder direkt

per mail an [email protected], gerne natürlich auch per Telefon unter 01525 3966910

 

 


Wie entsteht Burnout?

Burnout entwickelt sich meist schrittweise oder chronisch. Es entsteht häufig aus einem Zusammenspiel zwischen äußeren Anforderungen, individuellen Ressourcen und der persönlichen Verarbeitung von Belastungen. 

 

Nicht allein die Anzahl der Aufgaben entscheidet darüber, wie belastend eine Situation erlebt wird. Eine wichtig ist auch:

  • Wie werden Anforderungen bewertet?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen?
  • Welche Unterstützung steht zur Verfügung?
  • Welche inneren Ansprüche wirken?
  • Wie gut gelingt Erholung und Regulation?

Ein hohes Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft sind grundsätzlich keine problematischen Eigenschaften. Sie sind wichtige Ressourcen im beruflichen und persönlichen Leben. 

 

Belastend kann es werden, wenn:

  • Erholung dauerhaft zurück gestellt wird
  • eigene Grenzen kaum wahrgenommen werden
  • Verantwortung nicht abgegeben werden kann
  • der eigene Wert starkt mit Leistug verbunden ist

Chronische Belastung und fehlende Regeneration

Der menschliche Organismus verfügt über komplexe Regulationsmechanismen, um mit Anforderungen umzugehen. Stress aktiviert Energie, erhöht Aufmerksamkeit und unterstützt die Bewältigung von Herausforderungen. 

 

Diese Aktivierung ist sinnvoll, wenn Belastungs- und Erholungsphasen miteinander wechseln. 

 

Schwierig wird es, wenn Anspannung dauerhaft bestehen bleibt und Regeneration nicht mehr ausreichend gelingt. 

 

Chronische Belastung kann sich auswirken auf: 

  • Schlafqualität
  • Konzentrationsfühigkeit
  • emotionale Regulation
  • körperliches Wohlbefinden
  • Wahrnehmung eigener Bedürfnisse

Die Verläufe und Symptome variieren. Häufig versuchen Menschen allerdings zuerst, Belastung weiterhin durch zusätzliche Anstrengung auszugleichen. Gerade leistungsorientierte Menschen verfügen häufig über eine hohe Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen weiter zu "funktionieren". 

 

Diese Fähigkeit ist beruflich einerseits wertvoll. Gleichzeitig kann sie dazu führen, dass Warnsignale erst spät erkannt werden. 

 

 

Anforderungen, Ressourcen und persönliche Bewertung

Ein hilfreicher Zugang zum Verständnis von Burnout ist die Betrachtung der Wechselseitigkeit zwischen Anforderungen und verfügbaren Ressourcen. 

 

Das transaktionale Stressmodell nach Richard Lazarus beschreibt Stress nicht ausschließlich als Folge äußerer Belastunge. Entscheidend ist auch die individuelle Bewertung einer Situation. 

 

Eine bestimmte Situation (vermeintlich belastende Situation) wird z. B. anders erlebt, wenn eine Person

  • ausreichend Einflussmöglichkeiten wahrnimmt, 
  • Unterstützung erhält
  • eigene Handlungsspielräume erlebt
  • über gute Erholungsmöglichkeiten verfügt. 

Auch arbeitspsychologische Modelle wie das Job-Demand-Control-Modell nach Karasek und das Effort-Reward-Imbalance-Modell nach Siegrist zeigen, dass insbesondere ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Anforderungen, Kontrolle, Anerkennung und Ressourcen belastend wirken kann. 

 

Dies ist besonders relevant für Menschen in verantwortungsvollen beruflichen Rollen:

  • Führungskräfte treffen regelmäßig komplexe Entscheidungen
  • Unternehmer:innen tragen wirtschaftliche Verantwortung
  • Selbständige verbinden häufig fachliche, organisatorische und persönliche Verantwortung.

Eine hohe Belastung entsteht dabei nicht automatisch durch Verantwortung selbst, sondern durch das langfristige Zusammenspiel verschiedener Faktoren. 

 

Welche Symptome können bei Burnout auftreten?

Burnout zeigt sich nicht bei allen Menschen in gleicher Weise. Die Beschwerden können körperliche, emotionale, gedankliche und soziale Bereiche betreffen. 

 

Entscheidend ist nicht ein einzelnes Symptom, sondern die Entwicklug über einen längeren Zeitraum: Eie anhaltende Erschöpfung, zunehmende Einschränkungen im Alltag und das Gefühl, dass bisherige Startegien nicht mehr ausreichen. 

Emotionale und psychische Symptome

Ein zentrales Merkmal von Burnout ist eine zunehmende emotionale Erschöpfung. 

Mögliche Anzeichen sind

  • anhaltendes Gefühl von Überforderung
  • innere Anspannung
  • Gereiztheit
  • verminderte Freude an früher wichtigen Tätigkeiten
  • Gefühl von Distanz oder innerer Leere
  • Schwierigkeiten, nach Belastungen wieder zur Ruhe zu kommen

Viele Menschen beschreiben nicht unbedingt, dass sie nichts mehr leisten können. Häufig besteht weiterhin die Fähigkeit, Anforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass die eigene Energie nicht mehr ausreicht und die Verbindung zu den eigenen Bedürfnissen schwächer wird. 

Körperliche Symptome und Auswirkungen auf die Regulation

Länger andauernde Belastung kann sich auch körperlich bemerkbar machen. 

Mögliche körperliche Begleiterscheinungen sind

  • Schlafprobleme (einschlafen, durchschlafen, Schlafqualität)
  • anhaltende Müdigkeit
  • körperliche Anspannung
  • verminderte Belastbarkeit
  • Konzentrationsbeschwerden
  • erhöhte Stressaktivität

Besonders der Schlaf spielt eine wichtige Rolle. Er ist wesentlich für Erholung, Gedächtnisverarbeitung ud die Regulation von Stress. 

 

Ein belastender Kreislauf kann entstehen: 

anhaltende Belastung → erhöhte innere Aktivierung → eingeschränkte Erholung → geringere Belastbarkeit → verstärkte Belastungserfahrung

 

Die Betrachtung von Stressregulation und körperlicher Selbstwahrnehmung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen Betrachtung von Erschöpfungsprozessen. 

 

Eine vertiefende Einordnung finden Sie auf der Seite Stress verstehen

 

 

 

Veränderungen im Verhalten und im Umgang mit Anforderungen

Neben inneren Erlebnissen können sich auch Veränderungen im Verhalten zeigen, wie zB

  • weniger Erholung und Freizeit
  • Probleme, Aufgaben abzugeben
  • Rückzug von sozialen Kontakten
  • zunehmende Konzentration auf Pflichten
  • weniger Wahrnehmung eigener Bedürfnisse und Befinden
  • Gefühl, nur noch zu funktionieren

Gerade Menschen mit hoher Verantwortungsbereitschaft erleben diese Veränderungen häufig als widersprüchlich: Sie sind weiterhin zuverlässig und leistungsfähig, gleichzeitig wächst die innere Erschöpfung. 

Häufig beschriebene Entwicklungsverläufe bei Burnout

Burnout entsteht meist nicht innerhalb weniger Tage. Häufig entwickelt sich ein Erschöpfungsprozess schrittweise. 

 

In der Fachliteratur wurden unterschiedliche Modelle entwickelt, um typische Verläufe zu beschreiben. Diese Modelle sind keine festen Stufen und ersetzen keine individuelle Einschätzung. Sie hlefen jedoch, mögliche Entwicklungsn besser zu verstehen.  

 

Phase 1: Hohes Engagement und starke Identifikation mit Aufgaben

 

Am Beginn steht häufig ein ausgeprägtes Engagement. 

 

Menschen übernehmen Verantwortug, investieren viel Energie und möchten Anforderungen besonders gut erfüllen. 

Mögliche Merkmale:

  • hohe Motivation
  • starke Leistungsbereitschaft
  • ausgeprägtes Verantwortungsgefühl
  • Bereitschaft, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen

Diese Eigenschaften sind zunächst Ressourcen. Sie ermöglichen Entwicklung, Verlässlichkeit und beruflichen Erfolg. 

 

Belastend können sie werden, wenn die eigenen Leistungsfähigkeit dauerhaft als wichtigste Grundlage für Sciherheit oder Anerkennung erlebt wird. 

 

 

Phase 2: Zunehmende Selbstüberforderung

 

 

Mit steigenden Anforderungen kann sich ein Muster entwickeln, bei dem noch mehr Einsatz als Lösung betrachtet wird. 

Gedanken können sein: 

  • "Ich muss das noch schaffen"
  • "Danach wird es ruhiger"
  • "Ich darf jetzt nicht ausfallen."

Mögliche Veränderungen:

  • längere Arbeitszeiten
  • weniger Erholung
  • Probleme, Verantwortung abzugeben
  • eigene Bedürfnisse werden nach hinten gestellt

Der Mensch versucht weiterhin, die Situation durch Leistung zu bewältigen. 

 

 

Phase 3: Verlust von Erholung und zunehmende Distanz zu eigenen Bedürfnissen

 

Wenn Belastung dauerhaft anhält, kann die Wahrnehmung eigener Grenzen schwieriger werden. 

Betroffen sein können

  • Schlaf
  • körperliche Signale
  • soziale Kontakte
  • persnöliche Interessen
  • emotionale Bedürfnisse

Betroffene Personen berichten oft, dass sie zwar weiter funktionieren, aber weniger Zugang zu dem haben, was ihnen normalerweise Kraft gibt. 

 

 

Phase 4: Erschöpfung und emotionale Distanz

 

Im weiteren Verlauf kann eine deutliche Erschöpfung entstehen. 

Mögliche Erfahrungen

  • weniger Freude
  • innere Distanz
  • Gefühl von Leere
  • Reizbarkeit
  • reduzierte Belastbarkeit

Besonders belastend kann es sein, dass bisher erfolgreiche Strategien nicht mehr dieselbe Wirkung haben. 

Was früher geholfen hat - mehr Einsatz, mehr Kontrolle, mehr Durchhalten - führt nicht mehr zuverlässig zur Stabilisierung. 

 

 

Phase 5: Einschränkung des Handlungsspielraums

 

Bei stärker ausgeprägten Erschöpfungszuständen können alltägliche Anforderungen zunehmend schwieriger werden. 

Mögliche Folgen sind

  • deutliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit
  • starke Erschöpfung
  • Konzentratiosprobleme
  • Rückzug
  • Gefühl von Kontrollverlust

Spätestens dann ist eine professionelle Einordnung sinnvoll, insbesondere wenn die Beschwerden über längere Zeit vebstehen oder wesentliche Lebensbereiche beeinträchtigen. 

 

Weiterführende Unterstützung - Wenn Sie Ihre Situation in Ruhe einordnen möchten

Wenn Sie Ihre eigene Situation besser verstehen und persönliche Muster im Umgang mit Anforderungen reflektieren möchten, kann eine individuelle psychologische Begleitung hilfreich sein. . .

mehr Informationen zur "Stressbewältigung"

Warum persönliche Muster bei Burnout eine Rolle spielen

Die Frage bei Burnout lautet nicht nur: 

 

"Was belastet mich?"

 

Sondern auch: 

 

"Warum gehe ich mit Belastungen auf diese Weise um?"

                                        _________________________

 

Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Strategien, um mit Anfoderungen, Beziehungen und Erwartungen umzugehen. 

 

Diese Strategien entstehen häufig aus

  • Erfahrungen in der Kindheit und Jugend
  • Beziehugen zu wichtigen Bezugspersonen
  • früheren Anforderungen
  • Erfahrungen mit Leistung und Anerkennung
  • Ein Mensch kann beispielsweise gelernt haben:
  • besonders zuverlässig sein zu müssen
  • Verantwortung früh zu übernehmen 
  • eigene Bedürfnisse zurückzustelle
  • Anerkennung über Leistung zu erhalten. 

Häufig war es so, dass diese früh erlernten "dysfunktionalen" Strategien (oder auch sog. Bewältigungsstrategien) in früheren Lebensphaen oder bestimmten Situationen selbstverständlich eine Berechtigung hatten und hilfreich für den Moment oder eine bestimmte Zeit waren, weil man zB als Kind oder junger Mensch gar keine andere Wahl hatte. Im Verlauf des Lebens können gerade diese Strategien eben dysfunktional sein (zB Kompensation, Vermeidung, Unterwerfung u.a. )

Innere Antreiber und Glaubenssätze erkennen und verstehen

 In der Arbeit um das Thema Burnout werden innere Antreiber und Überzeugungen bewusst herausgearbeitet und betrachtet.

z. B. 

"Ich muss immer funktionieren"

kann verbunden sein mit

  • Schwierigkeiten, "Schwäche" zu zeigen
  • hohem Verantwortungsgefühl
  • wenig Raum für eigene Bedürfnisse, möglicherweise aus einer Erfahrung, dass schon früher eigenen Bedürfnissen keinen Raum gegeben werden konnte

 

"Ich darf keine Fehler machen"

kann verbunden sein mit

  • Perfektionismus (Kompensation)
  • starker Selbstkritik
  • Angst vor Bewertung

 

"Ich muss es allein schaffen"

kann verbunden sein mit

  • Probleme, Unterstützung anzunehmen, geschweige denn, um Unterstützung zu bitten
  • hoher Eigenverantwortung
  • fehlender Entlastung

 

Wichtig ist dabei: Solche Denkansätze sind nicht grundsätzlich problematisch oder schlecht oder falsch. In der Regel hatten sie zu eine früheren Zeitpunkt eine sinnvolle Funktione. 

Die Arbeitet richtet den Blick darauf:

  • Woher kommen diese Muster?
  • Wann sind sie hilfreich?
  • Wann führen sie zu Überforderung?
  • Welche neuen Möglichkeiten stehen heute zur Verfügung?

Burnout und persönliche Entwicklung

Eine nachhaltige Veränderung bedeutet nicht, Leistungsfähigkeit oder Engagement aufzugeben. Zi8el ist vielmehr ein bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen. 

Dazu gehören zB

  • eigene Grenzen wahrnehmen
  • Bedürfnisse ernst nehmen
  • Belastungsmuster erkennen
  • Selbstregulation stärken
  • neue Handlungsmöglichekiten entwickeln

hier verbindet sich die Betrachtung aktueller Belatungen mit er persönlcihen Entwicklungsgeschichte. 

 

Für Fragen setze Sie sich gerne vorab mit mir in Verbindung

unter Kontakt oder

weiter unten auf der Seite über die buttons  oder direkt

per mail an [email protected], gerne natürlich auch per Telefon unter 01525 3966910

 

 

Burnout und Stress - wie hängen beide zusammen?

Stress ist zunächst eine natürliche Reaktion des menschlichen Organismus auf Anforderungen. Er unterstützt dabei, aufmerksam zu sein, Energie bereit zu stellen und Heruasforderungen zu bewältigen. 

 

Kurzfristige Stressreaktionen sind deshlab nicht grundsätzlich problematisch. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Belastung und Erholung. 

 

Belastend wird Stress insbesondere dann, wenn: 

  • Anforderungen dauerhaft bestehen, 
  • Erholungsphasen fehlen, 
  • die eigenen Ressourcen nicht mehr ausreichen, 
  • keine ausreichenden Möglichkeiten zur Anpassung oder Veränderung bestehen. 

 

Burnout entwickelt sich nicht durch herausfordernde Situationen allein. Es handelt sich vielmehr um einen längerfristigen Erschöpfungsprozess, bei dem verschiedene Faktoren zusammen wirken, wie 

  • berufliche Anforderungen
  • fehlende Regeneration
  • persönliche Bewertungsmuster
  • innere Antreiber
  • individuelle Bewältigungsstrategien
  • soziale und persönliche Ressoucen

Ein zentraler Unterschied liegt darin:

 

Stress beschreibt zunächst eine Aktivierungsreaktion auf Anforderungen. 

 

Burnout beschreibt einen Zustand zunehmender Erschöpfung, wenn Belastung über längere Zeit nicht ausreichend verarbeitet und ausgeglichen werden kann. 

 

Eine vertiefende Betrachtung zu Stress, Stressreaktioen und Regulationsprozessen finden Sie auf der Seite Stress verstehen

 

 

Burnout und Depression - ähnliche Beschwerden, unterschiedliche Einordnung

Burnout und Depression können sich in einzelnen Bereichen ähneln. deshalb ist eine sorgfältige und differenzierte Betrachtung wichtig.

 

Gemeinsame Aspekte können sein: 

  • Erschöpfung
  • verminderter Antrieb
  • Konzentrationsprobleme Schlafveränderungen
  • Rückzug
  • Gefühl von Überforderung

 

Trotz Überschneidungen handelt es sich um unterschiedliche Konzepte. 

Burnout wird nach ICD-11 als arbeitsbezogenes Phänomen eingeordnet. Eine Depression ist eine psychische Erkrankung mit eigenen diagnostischen kriterien. 

 

Eine fachliche Einschätzung berücksichtigt deshalb immer die individuelle Situation:

  • Wie haben sich die Beschwerden entwickelt?
  • Welche Lebensbereiche sind betroffen?
  • Welche Belastugen bestehen aktuell?
  • Welche persnölichen und sozialen Ressourcen stehen zur Verfügung?

EIne Selbstidagnose anhand einzelner Symptome ist nicht ausreichend. Eine professionelle Einordnung unterstützt, die Situation besser zu verstehen und passende nächste Schritte zu entwickeln. 

 

→ Eine ausführliche Betrachtung finden Sie auf der Seite Depression verstehen


Burnout bei Menschen mit hoher Verantwortung und komplexen Entscheidungsaufgaben

Menschen in verantwortungsvollen beruflichen Rollen stehen häufig vor besonderen Anforderungen. Dazu gehören z. B. 

  • komplexe Entscheidungen
  • Verantwortung für Mitarbeitende
  • wirtschaftlicher Druck
  • Veränderungsprozesse  
  • hohe Erwartungen an die eigene Rolle
  • emotionale Belastungen im Umgang mit anderen Menschen

Gerade Führungskräfte und Unternehmer:innen verfügen häufig über ausgeprägte Problemlösefähigkeit und Durchhaltevermögen. Diese Kompetenzen sind wichtige Ressourcen. 

Gleichtzeitig kann genau diese Fähigkeit dazu führen, dass Belastungsgrenzen lange überschritten werden. 

 

Ein wichtiger Perspektivwechsel lautet deshalb: 

 

Nicht: 

"Warum halte ich das nicht mehr aus?"

 

Sondern: 

"Welche Bedingungen, Muster und Anforderungen führen dazu, dass meine bisherige Strategien nicht mehr ausreichen?"

Burnout verstehen bedeutet auch, eigene Muster zu verstehen

Ein rein äußerer Blick auf Burnout greift häufig zu kurz. 

Die Frage nach Arbeitsmenge und Belatung ist wichtig. Ebenso wichtig ist jedoch die Frage, welche Bedeutung Anforderungen für einen Menschen persönlich haben. 

 

Beispiele:

 

Eine hohe Verantwortung kann erfüllend sein. 

Sie kann jedoch belastend werden, wenn: 

  • Verantwortung immer übernommen werden muss
  • Delegieren schwerfällt
  • Fehler als persönliches Versagen erlebt werden
  • Anerkennung hauptsächlich über Leistung entsteht

 

Die Betrachtung persönlicher Muster ermöglicht einen differenzierten Zugang:

  • Welche Erwartugen haben Sie an sich selbst?
  • Welche Rolle nehme Sie häufig an?
  • Welche Grenzen nehmen Sie wahr?
  • Welche Bedürfnisse stellen Sie zurück?
  • Was haben Sie über Leistung, Erfolg und Anerkennung gelernt?

  

Therapeutische Begleitung bei Burnout

Eine therapeutische Begleitung bei Burnout setzt icht nur bei den aktuellen Belastungen an. 

Ein wichtiger Bestandteil ist zunächst, die persönliche SItuation zu verstehen: 

  • Welche Belastungen bestehen aktuell?
  • Welche Symptome zeigen sich?
  • Welche Faktoren halten die Belastung aufrecht?
  • Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?

 

Darauf aufbauend kann gemeinsam betrachtet werden: 

  • Welche persönlichen Muster spielen eine Rolle?
  • Welche inneren Antreiber wirken?
  • Welche Erfahrungen haben den Umgang mit Anforderungen geprägt?
  • Welche Veränderungen sind im Alltag möglich?

 

Verstehen, stabilisieren, verändern

Eine integrative therapeutische Arbeit verbindet verschiedene Ebenen.

 

Aktuelle Belastung einordnen

Der erste Schritt besteht in der Regel darin, die eigene Situation besser zu verstehen. 

Dazu gehören

  • Belastungsfaktoren erkennen
  • Stressreaktionen wahrnehmen
  • körperliche Signale einordnen
  • Grenzen bewusster wahrnehmen

Persönliche Muster verstehen

Biographiearbeit untersützt dabei, Zusammenhänge zwischen früheren erfahrungen und heutigen Reaktionsweisen zu erkennen. 

Dabei kann es um Fragen gehen wie

  • Welche Erfahrungen habe meine Vorstellungen von Leistung geprägt?
  • Welche Erwartungen habe ich übernommen?
  • Welche Strategien haben mir früher geholfen?
  • Welche dieser Strategien passen heute noch zu meinem Leben und welche auch nicht mehr?

 

Neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln

Ziel ist nicht, Persönlichkeit oder Leistungsfähigkeit grundlegend zu verändern. 

Vielmehr geht es darum

  • flexibler mit Anforderungen umzugehen
  • eigene Bedürfnisse stärker einzubeziehen
  • Selbstregulation zu verbessern
  • neue Perspektiven zu entwickeln

Je nach individueller Situation können unterschiedliche therapeutische Ansätze einbezogen werden, z. B. 

  • therapeutisches Gespräch
  • Biographiearbeit
  • Mentalisieren
  • Elemente der dritten Welle der Verhaltenstherapie
  • Arbeit mit der Schematherapie
  • achtsamkeitsorientierte Verfahren
  • Yoga und Meditation zur Untersützung der Körperwahrnehmung und Regulation

Wenn Sie Ihre Situation besser verstehen möchten

Burnout ist kein Ausdruck mangelnder Leistungsfähigkeit. Häufig entsteht Erschöpfung gerade bei Menschen, die über lange zeit viel Verantwortung getragen und hohe Anforderungen bewältigt haben. 

Entscheidend ist, die eigene Belastungsmuster frühzeitig wahrzunehmen und zu verstehen, welche Faktoren zur aktuellen Situation beitragen. 

 

Wenn Sie Ihre persnöliche SItuation einordnen möchten, schauen wir gemeinsam, welche Form der Unsterstützung für Sie sinnvoll sein kann.

Kontakt aufnehmen

 

Wenn Sie Ihre persönliche Stresssituation reflektieren und Möglichkeiten für einen nachhaltigen Umgang mit Anforderungen entwickeln möchten, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme von Ihnen  → Kontakt

 

 

In meiner Praxis begleite ich Erwachsene bei der Auseinandersetzung mit traumatischen Erfahrungen, belastenden Beziehungsmustern und Fragen rund um Selbstregulation und persönliche Entwicklung.

 

Dabei steht ein individuelles, ressourcenorientiertes Vorgehen im Mittelpunkt.

 

→ Gerne informiere ich Sie in einem unverbindlichen Erstgespräch darüber, welche Form der Unterstützung zu Ihrer Situation passen könnte.  Kontakt

 

→ mehr zur Stressbewältigung  als Begleitung zur Veränderung

 

 

 


Unterstützung bei Burnout in Spenge, Bielefeld und online

Die psychotherapeutische Begleitung kann sowohl in der Praxis in Spenge oder Bielefeld als auch online statt finden. Auch eine Kombination nach Bedarf ist möglich. 

 

Praxis in Spenge

Praxis in Bielefeld (Gadderbaum/Bethel)

Online-Termine

Vertraulicher Rahmen in beiden Formaten

 


wo Sie mich finden...

Psychotherapie (Heilpraktikergesetz) in Spenge, Bielefeld und Online

Kontakt und Terminvereinbarung

Sie finden mich für Präsenztermine in meiner Praxis in Spenge oder in Bielefeld. Ergänzend können Termine im Verlauf auch auch online statt finden.

Foto der Inhaberin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Claudia Frenz
Coach, Heilpraktikerin Psychotherapie und Psychologische Beraterin in Bielefeld, Spenge und online

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

PRIVATPRAXIS

Claudia Frenz

mobil:  01525 3966910

email: [email protected]

 

 

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie handelt es sich hier um Privatleistungen

Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten in der Regel die Kosten (anteilig), setzen Sie sich dazu bitte mit Ihrer Versicherung in Verbindung. 

 

 

Jahnstr. 45 

32139 Spenge (Lenzinghausen)

 

 

Quellenhofweg 129a

33617 Bielefeld Gadderbaum (Bethel)


 

 

 

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, kann ein erstes Gespräch helfen, Ihre Situation einzuordnen.Sie können mich telefonisch oder per E-mail kontaktieren oder Kontaktformular nutzen.

 

Gerne können Sie natürlich auch schon einen Termin für eine Einzeltherapie vereinbaren, um Klarheit zu gewinnen, emotionale Stabilität zu entwickeln und persönliche Ressourcen zu stärken. Rufen Sie mich an für ein erstes unverbindliches Gespräch oder schreiben mir eine email. Gemeinsam klären wir, welcher Weg für Sie ein geeigneter sein kann....

FAQ - Häufige Fragen zu Burnout und Burnoutsyndrom

1. Was ist Burnout?

Burnout beschreibt einen Zustand ausgeprägter Erschöpfung, der häufig im Zusammenhang mit länger andauernden Belastungssituationen entsteht. Dabei können verschiedene Bereiche betroffen sein, zum Beispiel körperliche Energie, emotionale Belastbarkeit, Motivation oder die Fähigkeit zur Erholung.

Die WHO ordnet Burnout in der ICD-11 als arbeitsbezogenes Phänomen ein.

 

Burnout entwickelt sich häufig über einen längeren Zeitraum und entsteht meist durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie hohe Anforderungen, fehlende Regeneration, persönliche Belastungsmuster und individuelle Lebensbedingungen 

 

2.  Was sind Anzeichen von Burnout?

Anzeichen sind emotionale Erschöpfung, verminderte Belastbarkeit, innere Distanz, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und das Gefühl, dauerhaft zu funktionieren.

  

3.  Was ist der Unterschied zwischen Stress und Burnout?

Stress beschreibt zunächst eine Reaktion auf Anforderungen und Belastungen. Eine Stressreaktion kann kurzfristig hilfreich sein, weil sie Aufmerksamkeit und Handlungsfähigkeit unterstützt.

 

Burnout bezeichnet dagegen einen Zustand zunehmender und häufig länger anhaltender Erschöpfung, bei dem die bisherigen Möglichkeiten zur Bewältigung und Regeneration nicht mehr ausreichend erscheinen. Stress kann ein Faktor bei der Entwicklung von Burnout sein, aber nicht jede Stressbelatung führt zu Burnout. 

 

4.  Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression?

Burnout und Depression können ähnliche Beschwerden aufweisen, beispielsweise Erschöpfung, Rückzug oder einen Verlust an Freude und Motivation.

 

Dennoch handelt es sich um unterschiedliche Begriffe. Burnout wird häufig mit länger andauernden Belastungssituationen verbunden. Eine Depression beschreibt ein psychisches Beschwerdebild, das verschiedene Bereiche des Erlebens beeinflussen kann.

 

Eine individuelle fachliche Einordnung kann helfen, die persönliche Situation besser zu verstehen. 

 

5.  Warum betrifft Burnout auch Menschen mit hoher Leistungsfähigkeit?

Menschen mit hoher Leistungsfähigkeit, großem Verantwortungsbewusstsein oder starkem Engagement bemerken eigene Belastungsgrenzen manchmal erst spät.

 

Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen und Verantwortungsbereitschaft können wertvolle Ressourcen sein. Unter dauerhafter Belastung können sie jedoch mit dazu beitragen, eigene Grenzen zu übergehen oder Erholung zu vernachlässigen.

 

Entscheidend ist nicht nur die äußere Belastung, sondern auch der persönliche Umgang mit Anforderungen und Verantwortung. 

 

6. Was hilft bei Burnout?

Der Umgang mit Burnout beginnt häufig damit, die eigene Situation besser zu verstehen und belastende Zusammenhänge zu erkennen.

 

Hilfreich können sein:

 

  • eigene Belastungsgrenzen wahrnehmen
  • Erholung und Regeneration wieder ermöglichen
  • persönliche Stressmuster verstehen
  • eigene Ansprüche überprüfen
  • Unterstützung annehmen
  • neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln

 

Welche Schritte sinnvoll sind, hängt von der individuellen Situation ab.

 

 

7.  Wann ist Unterstützung bei Burnout sinnvoll?

Eine fachliche Begleitung kann sinnvoll sein, wenn Erschöpfung dauerhaft anhält, die eigenen Strategien nicht mehr ausreichen oder die Belastung zunehmend das persönliche Leben beeinflusst.

 

Auch wenn der Wunsch besteht, die eigene Situation besser zu verstehen, persönliche Muster zu erkennen und neue Wege im Umgang mit Belastungen zu entwickeln, kann eine Unterstützung hilfreich sein. 

 

8.  Kann Burnout verhindert werden?

Burnout lässt sich nicht durch einzelne Maßnahmen sicher verhindern. Ein bewusster Umgang mit Belastungen, Erholung, eigenen Grenzen und persönlichen Ressourcen kann jedoch dazu beitragen, Belastungen früher wahrzunehmen und angemessener mit ihnen umzugehen.

 

Resilienz bedeutet dabei nicht, immer mehr auszuhalten, sondern die eigenen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten bewusster zu nutzen.